Barcelona

Unglaublich… unglaublich wie man so einen armen Urlaubsblog vernachlässigen kann. Damit ist leider der Kontext der ganzen letzten Reisen gar nicht da. Und irgendwie fängt auch dieser Eintrag ziemlich kontextlos an… Vielleicht ist sogar der ganze Urlaub und die Reise nach Barcelona ein bisschen wild in die Mitte der Semesterferien gesetzt. So ganz ohne Kontext.

Dienstag

Wahrscheinlich ist es am besten, einfach im gleichen Stil weiterzumachen. Die wichtigen Randinfos werden schon irgendwo in den Textfluss reinpassen. Dienstag früh, um genau zu sein um 6 Uhr morgens, fing der ganze Spaß an. Auf zum Flughafen nach München, mal wieder Hallo sagen nach dem man sich mehr als ein Jahr nicht gesehen hat. Ja, das ist wichtig seine Freundschaften zu pflegen, manchmal eben auch mit Flughäfen. Ging eigentlich alles wie immer ziemlich reibungslos. Und dann plötzlich, (so ganz kontextlos) steht man in - Barcelona? Vielleicht schlecht nachvollziehbar, aber für mich war das eine ziemlich seltsame Erfahrung. Ich bin noch nie in München (zumindest alleine an Terminal 1) in einen Flieger gestiegen um dann nicht in Madrid zu landen. Und so steht man da. Mitten in einer großen Stadt aber jetzt mal ohne direktes Ziel. Der Flug war eigentlich relativ pünktlich, aber danach standen noch ein längeres Warten auf das Gepäck und eine lange Schlange am Ticketautomaten zwischen mir und dem Check-In im Hotel. Äh, Hostel. “Party Hostel”. Das kann ja heiter werden. Auf gings zum Hostel. Das lag tatsächlich sehr schön mitten im Gotischen Viertel, alle wichtigen Sehenswürdigkeiten waren gut zu Fuß zu erreichen. Nach dem Check-In und Bekanntschaft mit einem super herzlichen Brasilianer ging es dann zur ersten Stadterkundungstour. Einen Plan hatte ich nicht wirklich. Lediglich einen Haufen in Google Maps eingetragener Sehenswürdigkeiten. An dem Abend bin ich vor Allem im Gotischen Viertel unterwegs gewesen und im Parque de la Ciutadella (was auch immer eine Ciutadella ist, klingt wie eine italienische Wurstsorte). Wer reist, der speist (oder so) und auch ich hatte je später der Abend wurde auch ein immer größer werdendes Speisebedürfnis. Ein Glück dass ich dieses Speisebedürfnis schon vorher antizipiert hatte, in meinem Kalender stand nämlich eine Reservierung für eine Art Tapasrestaurant um 20:30. Praktischerweise musste ich auch keinem mehr meinen für-spanier-schwierig-auszusprechenden Nachnamen erklären, wer reserviert auch einen Tisch für eine Person. A propos, hier folgt schon das nächste Problem an der Sache: In besagtem Tapas-Restaurant waren die Portionen eher zum Teilen mit mehreren Personen angesetzt… Für ungefähr 30 Euro bin ich aber auch gut satt geworden. Und es war super lecker. Dann ging es noch einmal zum Hafen um auf einer Bank ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Und ins Bett. Gute Nacht.

Mittwoch

So fing also der zweite (und eigentlich auch letzte) Urlaubstag in Barcelona an. Anfang kam ich erstmal gar nicht aus dem Bett, hatte tatsächlich für hostelverhältnisse aber gut geschlafen. Das kostenlose Frühstück konnte ich leider nicht mehr mitnehmen und habe mich dann auf den Weg in das nächstgelegene Café gemacht. Da gab es dann ein Crossaint mit ganz viel Pistaziencreme und einen kleinen Espresso. Lecker. Da ich leider mit meiner Google-Maps-Sehenswürdigkeitenliste am Dienstag nicht wirklich vorangekommen war musste ich mich heute ranhalten. So. Also ohne weiteres trödeln los und mal gerade aus in Richtung Casa Battló und Casa Milà. Moment. Da liegt ja noch was auf dem Weg. Der Palau Güell… Na dann dort auch kurz vorbeilaufen. Moment… Fünf Euro Eintritt für Studenten? Also das wäre ja schon fast schade wenn nicht…

Ups. Schon halb eins. Der Besuch im Palau Güell war wirklich schön. So schön, dass ich leider ein bisschen die Zeit vergessen hatte. Noch schnell ein Foto vom Dach aus machen und weiter geradeaus in Richtung Battló und Milà.

Blick auf die Dächer Barcelonas vom Palau Güell

Moment… Ein Markt? Na wenn ich schon da bin… Es stellte sich heraus, dass der Mercado de la Boquería keine so kleine Sache war. So viele unterschiedliche Stände, dass es fast unmöglich ist, am selben Stand zweimal vorbeizulaufen. Jetzt aber wirklich: Die Casa Battló und die Casa Milà! Und von dort aus rechts bis zur Sagrada Familia.